Röntgenfotos zeigen strahlenden Ring aus Schwarzen Löchern

Die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hat neue Bilder von einem funkelnden Ring am Nachthimmel veröffentlicht. Bei den Aufnahmen von zwei Weltraumteleskopen handelt es sich um den Überrest eines Galaxienpaars. Doch das ist nicht alles: Zudem haben Röntgenaufnahmen mit einem speziellen Röntgenteleskop ans Licht gebracht, dass sich in dem farbenprächtigen Ring insgesamt neun Schwarze Löcher befinden.

Ein Galaxienpaar wie „Arp 147“, aufgenommen vom Weltraumteleskopen „Hubble“, ist an sich schon eine Seltenheit. Denn es passiert nicht oft, dass eine Spiralgalaxie (eine scheibenförmige Galaxie mit ausgeprägtem Spiralmuster) mit einem elliptischen Sternsystem (einer Galaxie mit gleichmäßiger Lichtverteilung ohne auffällige Strukturen) kollidiert. Was von dem Zusammenprall in 430 Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde übrig blieb, ist ein überdimensionaler, überwiegend blauer Ring.

Die Kollision hat nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA eine sich ausdehnende Welle von Sternentstehungen verursacht. Der faszinierende Ring am Himmel verdankt seine Leuchtkraft der starken Strahlung junger, massereicher Sterne – die jedoch nur eine „kurze“ Lebensdauer von wenigen Millionen Jahren haben. Nach ihrer Explosion bleiben Neutronensterne und Schwarze Löcher übrig.

Während das Teleskop „Hubble“ lediglich den Bereich des sichtbaren Lichts und somit den blau glitzernden Ring aufnehmen konnte, offenbaren jetzt neue Aufzeichnungen des Röntgenteleskops „Chandra“ eine weitere verblüffende Entdeckung: Im Ring von „Arp 147“ befinden sich neun Röntgenquellen. Die Objekte leuchten auf den Aufnahmen so hell, dass es sich nach Ansicht der NASA nur um Schwarze Löcher handeln kann. Die astronomischen Objekte strahlen nicht von sich heraus, sondern durch die von ihnen eingesaugte Materie, die sich so stark erhitzt, dass sie im Röntgenlicht zu leuchten beginnt, bevor sie in den Schwarzen Löchern verschwindet.

Mit Hilfe zusätzlicher Infrarotaufnahmen der Weltraumteleskope „Spitzer“ und „Galaxy Evolution Explorer“ kam die NASA zu dem Ergebnis, dass die Sternentstehung innerhalb des Galaxien-Rings „Arp 147“ vor rund 15 Millionen Jahren ihren Höhepunkt erreicht haben muss.

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