Jailbreak – Tools für iPhone , Ipod , iPad , Apple TV

Greenpois0n, PwnageTool und Sn0wbreeze befreien iOS 4.21 von seinen werkseitigen Fesseln. Dadurch lassen sich deutlich mehr Funktionen auf den Mobilgeräten realisieren. Besserer Schutz für die Privatsphäre ist damit ebenfalls möglich.


Das Entsperren eines iPhones ist fast so alt wie das Gerät selbst. Gründe für einen Jailbreak gibt es viele: Manche Nutzer möchten ihr „iDevice“ mit zusätzlichen Funktionen ausstatten, die der Hersteller nicht anbietet. Das Tool SBSettings erlaubt etwa einen schnellen Zugriff auf wichtige Systemkomponenten. Ohne sich durch zahlreiche Menüs hangeln zu müssen, können Anwender damit beispielsweise WLAN oder Bluetooth schnell Ein- und Ausschalten. Ein weiterer Grund für einen Jailbreak ist der laxe Umgang zahlreicher Anwendungen mit persönlichen Nutzerdaten, was Apple bereits eine Klage eingebracht hat. Viele Programme aus dem App Store spähen den Anwender aus.

Auf freigeschalteten Geräten steht neben dem App Store der Cydia-Store zur Verfügung. Darin befinden sich beispielsweise die Tools PrivaCy und UDIDFaker (Quelle: cydia.xsellize.com), die das Ausspionieren von App-Store-Anwendungen unterbinden. Neben zahlreichen Programmen, die die Funktionalität des iPhones erweitern, können Nutzer die Bedienoberfläche von freigeschalteten Geräten anpassen. Wer sich zunächst einen Überblick über die Programme im Cydia-Store verschaffen möchte, kann unter http://cydia.saurik.com/ das Angebot durchstöbern.

Die Gefahr durch einen Jailbreak sein Gerät zu beschädigen, liegt praktisch bei null. Sollte aus irgendeinem Grund der Jailbreak misslingen, lässt sich das Gerät über die Wiederherstellung in iTunes in den Auslieferungszustand versetzen.

Apple vertritt die Ansicht, dass ein Jailbreak und die Aufhebung des SIM/Net-Locks Verstöße gegen den Digital Millennium Copyright Act darstellen und die Lizenzbedingungen verletzen. Zudem erlischt durch eine Modifikation des Apple-Handys die Garantie. Dass Apple allerdings iPhone-Nutzer wegen eines Jailbreaks verklagt, gilt als unwahrscheinlich: Schließlich ist Apple-Mitgründer Steve Wozniak als leidenschaftlicher Jailbreaker bekannt.


Jailbreak ohne Unlock

Wer einen Vertrag eines offiziellen iPhone-Providers nutzt, benötigt in der Regel keinen Unlock für sein Gerät. In diesem Fall kann man für das Entsperren des Geräts das Tool Greenpois0n nutzen. Das Programm steht für Windows und Mac OS zur Verfügung und ermöglicht einen dauerhaften Jailbreak bei iPhone 3GS und 4, iPod Touch der zweiten, dritten und vierten Generation, iPad sowie der Settop-Box AppleTV mit installiertem iOS 4.2.1.

Die bisherigen Jailbreaks für die aktuelle Mobilbetriebssystem-Version funktionierten bei den neueren Apple-Geräten nur „tethered“. Das bedeutet, dass ein Gerät nach jedem Neustart nochmals an den Computer angeschlossen werden muss, um es wieder in den entsperrten Zustand zu versetzen. Nur beim iPhone 3G, iPhone 3GS (altes Boot-ROM) und iPod Touch 2G (Non-MC-Modelle) war dies nicht notwendig („untethered“). Jetzt können alle Nutzer auf die umständliche Prozedur verzichten. Greenpois0n erlaubt die dauerhafte Freischaltung auch mit Geräten, die bereits über einen „tethered“ Jailbreak verfügen. Das Tool setzt für einen erfolgreichen Jailbreak eine funktionierende Internetverbindung voraus.

Jailbreak mit Unlock

Das Aufheben der Netzsperre ist nicht mit allen Geräten möglich. Entscheidend ist, welches Baseband respektive Modem-Firmware sich in dem Gerät befindet. Das Tool f0recast informiert über alle wesentlichen Gerätedaten und gibt eine Prognose, ob ein Unlock und ein Jailbreak möglich sind.

Sofern ein späterer Unlock funktionieren soll, ist es in den meisten Fällen ratsam, ein Firmware-Update ohne Baseband-Aktualisierung durchzuführen. Hierfür sind die Tools Sn0wbreeze für Windows und PwnageTool für Mac OS geeignet. Beide Programme erstellen anhand einer Original-Firmware eine modifizierte iOS-Version, die über einen Jailbreak verfügt. Anschließend führt man über iTunes eine Aktualisierung mit der neu erstellten Firmware (Wiederherstellung und Shift-Taste drücken) durch.

Downgrade auf alte Firmware

Mit sogenannte SHSH-Blobs, die eine Signatur auf Basis von ECID und Firmware-Version darstellen, schränkt Apple die Nutzung von iOS-Versionen ein. Dieses Verfahren hat der Hersteller mit dem iPhone 3GS eingeführt.

In der Praxis wirkt sich diese Beschränkung wie folgt aus: Wird beispielsweise ein 3GS auf eine neue iOS-Version aktualisiert, ist anschließend kein Downgrade auf eine ältere Version möglich. TinyUmbrella hebelt die Apple-Überprüfung aus, indem es die SHSH-Signaturen für das jeweilige Gerät lokal und auf dem Server des Cydia-Store-Betreibers Saurik abspeichert. Im Fall eines Downgrades startet man den in TinyUmrella integrierten TSS-Server und führt mit iTunes den Wiederherstellungsvorgang mit einer älteren Firmware durch. Dafür muss die entsprechende iOS-Firmware lokal vorliegen. Damit man diese auswählen kann, klickt man in iTunes auf Wiederherstellung und hält gleichzeitig die Shift-Taste gedrückt.

Nach der Wiederherstellung zeigt iTunes eine Fehlermeldung (1013) an. Das Gerät befindet sich im Wiederherstellungsmodus. Mit einem Klick auf „Exit Recovery“ in TinyUmbrella sollte es wieder normal starten.

SHSH-Signaturen können nur für gerade genutzte Firmwares erstellt werden. Wenn man beispielsweise eine Gerät mit iOS 4.2.1 kauft, ist beispielsweise ein Downgrade auf 3.1.3 nicht möglich.

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